Burgh Hamstede Bos
Flora & Nature · Zeeland
Burgh-Haamstede Bos.
Zwischen Wald, Dünen und weitem Licht.
Ein Weg durch Kiefernwald, offene Dünen und eine Landschaft, die uns Zeeland noch einmal ganz neu gezeigt hat.
Eine andere Seite von Zeeland
Ein Weg, der sich immer wieder verändert.
Es gibt Orte, von denen man glaubt, ungefähr zu wissen, wie sie aussehen werden.
Zeeland bedeutete für uns bislang vor allem weite Strände, helle Dünen, Wind und das offene Meer. Doch im Burgh-Haamstede Bos begann der Weg ganz anders: zwischen Kiefern, Birken, sandigen Flächen und einer Landschaft, die uns stellenweise eher an die Ostsee erinnerte.
Es war eine neue Seite von Zeeland – stiller, wilder und überraschend abwechslungsreich.
Der Beginn des Weges
Vom Parkplatz direkt in die Landschaft.
Wir parkten am Parkplatz am Adriaan van der Weijdenweg. Dort befindet sich auch eine Toilette, was gerade vor einem längeren Spaziergang ziemlich praktisch ist.
Vom Parkplatz aus führen mehrere Wege direkt in das Gebiet. Besonders angenehm ist ein befestigter Rundweg durch den Wald. Dadurch lässt sich zumindest ein Teil der Landschaft auch mit eingeschränkter Gehfähigkeit oder einem Rollstuhl vergleichsweise gut erleben.
Freie Bewohner
Begegnungen mit den Hochlandrindern.
Schon im ersten Teil des Gebietes leben schottische Hochlandrinder, die sich frei durch die Landschaft bewegen.
Mit ihrem langen Fell und den markanten Hörnern passen sie erstaunlich gut in diese Mischung aus Wald, Heide und offenen Dünenflächen. Sie wirken ruhig, aber keineswegs zahm. Nähe suchen sie nicht – und genau das sollte man respektieren.
Wir beobachteten sie mit Abstand und ließen ihnen ihren Raum. Sie gehören sichtbar zu dieser Landschaft, ohne für Besucher inszeniert zu wirken.
Zwischen Kiefern und Vogelrufen
Ein Wald voller kleiner Geräusche.
Auch Vögel waren fast überall zu hören und zu sehen. Zwischen Bäumen, Sträuchern und offenen Flächen verändert sich die Geräuschkulisse ständig.
Mal raschelt es im Unterholz, mal hört man nur den Wind in den Kiefern, dann wieder einzelne Rufe aus den Dünen. Gerade im schattigeren Waldteil wirkt die Landschaft ruhig, ohne jemals vollkommen still zu sein.
Von Grün zu Beige
Zwischen Wald und offenen Dünen.
Je weiter wir liefen, desto stärker veränderte sich die Landschaft.
Aus dem geschlossenen Wald wurden lichte Wege. Zwischen den Bäumen tauchten sandige Flächen auf, niedrige Sträucher und Gräser. Später öffnete sich der Blick vollständig auf die Dünen.
Diese Übergänge machen den Weg besonders. Man läuft nicht einfach nur durch einen Wald und anschließend zum Strand. Die Landschaft verändert sich beinahe unmerklich – von Grün zu Beige, von Schatten zu offenem Licht, von festen Wegen zu schmalen Pfaden.
Richtung Meer
Der Weg zum Strand.
Die letzten Wege durch die Dünen sind deutlich ursprünglicher als der befestigte Rundweg im Wald.
Hier wird der Pfad schmaler und unebener. Teilweise läuft man über sandige Trampelpfade, zwischen Gräsern und niedrigem Bewuchs hindurch. Gerade dieser Abschnitt vermittelt jedoch das Gefühl, die Landschaft langsam hinter sich zu lassen und sich dem Meer anzunähern.
Kiefern stehen am Rand der Dünen, Birken wachsen zwischen sandigen Flächen und Strandhafer bewegt sich im Wind. Manche Bereiche wirken beinahe karg, andere überraschend lebendig.
Am Ende der Dünen
Plötzlich öffnet sich der Blick.
Am Strand öffnet sich die Landschaft schließlich vollständig.
In der Ferne stehen Windräder, auf dem nassen Sand spiegeln sich Himmel und Licht. Strandkabinen, Buhnen und die langen Linien der Dünen geben der Küste ihre typische Ordnung – und wirken nach dem stillen Wald beinahe wie eine zweite Welt.
Für den Weg vom Strand zurück zum Parkplatz brauchten wir ungefähr 30 Minuten. Je nach Route, Tempo und Fotopausen sollte man natürlich deutlich mehr Zeit für den gesamten Spaziergang einplanen.
Der Rückweg
Das schönste Licht kam am Abend.
Wir kamen gegen 15 Uhr an und blieben bis in den Abend. Das war für uns genau die richtige Entscheidung.
Am späten Nachmittag wurde das Licht immer wärmer und legte sich auf Gräser, Sand und Bäume. Orange, Beige und Grün wirkten plötzlich intensiver, ohne laut zu werden.
Besonders auf dem Rückweg zeigte sich die Landschaft noch einmal ganz anders. Blüten, die wir zuvor vielleicht nur am Wegesrand wahrgenommen hatten, leuchteten im flachen Licht.
Die Kiefern zeichneten dunkle Linien vor den hellen Dünen, und selbst trockene Gräser bekamen einen warmen, beinahe goldenen Ton.
Was geblieben ist
Eine neue Zeeland-Erfahrung.
Wer Zeeland hauptsächlich mit Strand, Dünen und Ferienorten verbindet, wird im Burgh-Haamstede Bos vermutlich überrascht sein.
Auch hier sind Sand, Wind und Küste immer spürbar. Doch dazwischen liegt eine Landschaft aus Wald, offenen Dünen, Heideflächen, frei laufenden Rindern und stillen Wegen.
Für uns fühlte sich dieser Spaziergang nicht wie eine weitere bekannte Zeeland-Runde an. Es war eine völlig neue Erfahrung – und vielleicht gerade deshalb eine, die geblieben ist.
Nicht nur wegen des Strandes am Ende des Weges.
Sondern wegen all der Übergänge dazwischen.
Gut zu wissen
Praktische Hinweise.
Parkplatz am Adriaan van der Weijdenweg.
Am Parkplatz vorhanden.
Später Nachmittag bis Abend für warmes, weiches Licht.
Befestigter Rundweg im Wald. Die Dünenpfade und der Weg bis zum Strand sind jedoch uneben und nicht vollständig barrierefrei.
Schottische Hochlandrinder laufen frei im Gebiet. Abstand halten und nicht füttern.
Vom Strand benötigten wir ungefähr 30 Minuten bis zum Parkplatz.
