
Flora & Nature · Blumenfotografie
Blumen
& Bokeh.
Mit der Kamera unterwegs. Einfach abschalten.
Ein paar Blumen, viel Grün und ein Hintergrund, der ganz weich wird. Warum ich dabei zur Ruhe komme und von schönem Bokeh einfach nicht genug bekomme.
Eine Runde mit der Kamera
So schalte ich ab.
Blumen zu fotografieren ist für mich etwas Beruhigendes. Dafür muss ich nicht weit wegfahren. Manchmal reicht eine Runde um den Block, ein Spaziergang am Feld oder ein Weg, den ich schon oft gegangen bin.
Andere malen Mandalas, nähen oder stricken. Ich nehme meine Kamera mit und fotografiere Blumen. Das ist meine Art, abzuschalten.
Dabei geht es mir nicht darum, möglichst viel zu schaffen. Ich bleibe stehen, schaue eine Weile und probiere einen anderen Blickwinkel. Für diesen Moment reicht es, mich mit der Blüte vor mir zu beschäftigen.


Direkt vor der Haustür
Es muss nichts Großes sein.
Ein paar Blüten in einem Vorgarten können schon reichen. Oder eine kleine Pflanze am Wegesrand, die sich zwischen den Pflastersteinen ihren Platz gesucht hat.
Ich mag diese Motive, für die man sich erst einmal ein bisschen Zeit nehmen muss. Von oben sieht man vielleicht kaum etwas. Geht man in die Hocke und schaut genauer hin, wird daraus plötzlich ein Bild.
Auch Moos, kleine Knospen und alte Mauern gehören für mich dazu. Nicht alles muss in voller Blüte stehen, um interessant zu sein.


Rot, Violett und ganz viel Grün
Jede Blüte wirkt anders.
Bei Blumen mag ich die Farben, aber auch die Unterschiede. Eine rote Mohnblüte im Licht wirkt ganz anders als eine Rose vor dunklem Grün.
Mal bleibe ich bei einer einzelnen Blüte, mal nehme ich die anderen Pflanzen drumherum mit ins Bild. Manchmal sind es auch nur ein paar Wassertropfen auf einem Blatt, die mich aufhalten.
Und auch eine Rose, deren Blütezeit schon fast vorbei ist, hat für mich ihren Reiz. Diese kleinen Veränderungen machen die Motive abwechslungsreich.




Schärfe und Unschärfe
Ich liebe Bokeh.
Am schönsten finde ich es, wenn eine Blüte scharf im Bild steht und drumherum alles weich wird. Der Hintergrund ist dann immer noch da, aber er sieht plötzlich ganz anders aus.
Besonders diese Lichtkreise haben es mir angetan. Wenn zwischen den Pflanzen kleine helle Punkte auftauchen und im Hintergrund zu Bokeh-Bubbles werden, könnte ich ewig weiterfotografieren.
Ich schaue dann auch darauf, was hinter der Blüte liegt und was vor der Linse ins Bild ragt. Ein kleiner Schritt zur Seite oder eine etwas tiefere Perspektive kann schon viel verändern.



Unterwegs mit altem Glas
Mein Helios war oft dabei.
Die Bilder dieser Serie sind überwiegend mit alten Vintage-Objektiven entstanden. Besonders oft habe ich dabei mein altes Helios benutzt.
Welche Linse bei welchem Foto auf der Kamera war, weiß ich heute nicht mehr bei jedem Bild genau. Deshalb möchte ich die einzelnen Aufnahmen auch keinem bestimmten Objektiv zuordnen.
Was ich aber noch gut weiß: Diese Unschärfe hat mir beim Fotografieren richtig viel Freude gemacht. Ich mag es, mich damit zu beschäftigen und zu schauen, wie sich das Bild verändert. Da kann aus einem ganz normalen Spaziergang schnell eine längere Fotorunde werden.



Kleine helle Punkte
Auch Weiß kann richtig viel.
Zwischen all den kräftigen Farben gefallen mir die weißen Blüten besonders. Mal steht eine einzelne vor einem dunklen Hintergrund, mal verteilen sie sich über die ganze Wiese.
Ich muss auch nicht immer ganz nah an die Blüte heran. Manchmal gefällt es mir besser, etwas Abstand zu lassen und die Gräser und anderen Blumen mit aufzunehmen.
Wenn dann vorne und hinten noch Blüten in der Unschärfe verschwinden, bekommt das Bild für mich genau die Stimmung, die ich so gerne mag.





Was für mich bleibt
Einfach mal bei den Blumen bleiben.
Bei der Blumenfotografie geht es für mich nicht nur um die Bilder, die am Ende dabei herauskommen. Die Zeit mit der Kamera tut mir schon währenddessen gut.
Eine kleine Runde, ein paar Blüten und die Freude über ein schönes Bokeh. Das ist nichts Aufwendiges. Aber es ist etwas, auf das ich immer wieder Lust habe.
Andere malen Mandalas. Ich fotografiere Blumen.
Und wenn ich dabei diese weichen Hintergründe und kleinen Lichtkreise entdecke, bleibe ich eben noch ein bisschen länger.
