Ein Abend im LaPaDu

Blick vom Landschaftspark Duisburg-Nord auf Industrieanlagen und einen Kühlturm im warmen Abendlicht

Ruhrpott · Duisburg

Ein Abend
im LaPaDu.

Rost, warmes Licht und ein Stück Zuhause.

Ein Sommerabend im Landschaftspark Duisburg-Nord. Wir laufen zwischen alten Industrieanlagen herum, entdecken kleine Details und genießen den Blick vom Hochofen.

Landschaftspark Duisburg-NordMit Janine & Kevin

Ein schöner Sommerabend

Einfach loslaufen.

Es war einer dieser Sommerabende, an denen es lange hell bleibt. Schön warm, weiches Licht und genug Zeit, um einfach ein bisschen durch den Landschaftspark zu laufen.

Das Licht fiel auf den rostigen Stahl und brachte diese roten und braunen Töne richtig schön zum Leuchten. Überall standen die alten Anlagen vor uns. Genau dieser Industriecharme macht den LaPaDu für uns aus.

Wir kennen den Ort schon lange. Trotzdem nehmen wir bei jedem Besuch etwas Neues mit. Manchmal einen anderen Blick auf den Hochofen, manchmal nur ein kleines Detail, an dem wir vorher vorbeigelaufen sind.

Alte Industrieanlage mit Stahlkonstruktion und Rohrleitungen im Landschaftspark Duisburg
Alte Stahlkonstruktionen, Rohre und Wege: Im LaPaDu gibt es immer etwas zu entdecken.

Zwischen Stahl und Grün

Die Natur findet ihren Weg.

Zwischen den alten Anlagen wächst es an Stellen, an denen man es kaum erwartet. Pflanzen kommen durch die Treppen, Grün steckt zwischen rostigem Stahl, und Bäume haben sich die ungewöhnlichsten Plätze ausgesucht.

Das finde ich total spannend. Die Industrieanlage ist noch da, aber die Natur holt sich Stück für Stück ihren Platz zurück. Beides gehört hier zusammen.

Manche andere Industrieorte wirken auf mich aufgeräumter. Der Landschaftspark hat für mich etwas Raues. Rost, alte Oberflächen und die Spuren der Arbeit sind noch zu sehen. Gerade das mag ich so an ihm.

Ein Blick zurück

Wie sah es hier früher aus?

Wenn ich durch den Park laufe, frage ich mich oft, wie es hier wohl war, als noch gearbeitet wurde. Als Menschen jeden Tag herkamen, die Anlagen liefen und es laut und dreckig war.

Ich hätte das gerne einmal gesehen. Einfach, um den Vergleich zu haben: der Betrieb von damals und der Park, durch den wir heute in Ruhe spazieren.

Und manchmal frage ich mich, was wir alles gar nicht zu sehen bekommen. Welche Räume und Ecken wohl noch zu diesem Ort gehören. Schon das, was wir sehen können, macht neugierig.

Mit offenen Augen

Die kleinen Dinge dazwischen.

Natürlich kann man direkt zum Hochofen gehen. Aber es lohnt sich, zwischendurch stehen zu bleiben und genauer hinzuschauen.

Die rostigen Muttern an einem Gitter. Das alte Maschinenschild. Eine Pflanze, die sich durch eine Treppe schiebt. Das sind keine großen Sehenswürdigkeiten, aber für uns gehören genau solche Motive dazu.

An diesem Abend waren wir mit alten Vintage-Objektiven auf der Canon EOS R unterwegs.

Mit der Kamera finde ich hier jedes Mal neue Blickwinkel. Mal gehe ich näher ran, mal schaue ich von unten nach oben. Und plötzlich sieht ein vertrauter Ort wieder ganz anders aus.

Ein Ort, der weiterlebt

Heute kommen Menschen zum Bleiben.

Was ich am Landschaftspark auch mag: Aus dem alten Werksgelände ist ein Ort geworden, der zum Alltag der Stadt gehört.

Hier gibt es Veranstaltungen, Märkte und Sommerkino. Menschen kommen zum Klettern, zum Spielen, zum Fotografieren oder einfach zum Spazierengehen. Die alten Anlagen stehen dabei immer noch mittendrin.

Für uns ist es schön zu sehen, dass dieser Ort weiter genutzt wird. Die Vergangenheit bleibt sichtbar, und gleichzeitig passieren hier neue Dinge.

Oben auf dem Hochofen

Unsere Ruhrpott-Skyline.

Zum Sonnenuntergang oben auf dem Hochofen zu stehen, ist für mich etwas Besonderes. Gerade bei schönem Wetter und am Wochenende haben wir dort schon viel Betrieb erlebt. Mit der Idee, sich den Sonnenuntergang anzusehen, sind wir also selten allein.

Aber wenn man oben steht und über die Duisburger Industrieanlagen schaut, ist das für mich Ruhrpott. Diese Skyline, die alten und noch aktiven Anlagen, das warme Licht darüber.

Ich könnte auch irgendwo in einem schicken Loft stehen, einen Cocktail trinken und über eine Stadt schauen. Aber dieser Blick hier bedeutet mir mehr. Weil ich damit etwas verbinde.

Sonne über der Duisburger Industriekulisse, aufgenommen vom Hochofen im Landschaftspark Duisburg-Nord
Unsere Ruhrpott-Skyline im letzten Licht des Tages.

Vom Abend in die Nacht

Wenn es dunkel wird.

Im Dunkeln sieht der Landschaftspark noch einmal ganz anders aus. Die alten Stahlkonstruktionen leuchten grün und blau. Was tagsüber rostbraun vor uns steht, bekommt plötzlich andere Farben.

Auch das gehört zu unseren Bildern vom LaPaDu: der warme Himmel am Abend und die beleuchteten Anlagen danach.

Gerade für Langzeitbelichtungen ergeben sich hier tolle Motive. Die beleuchteten Anlagen und die Lichtspuren dazwischen lassen den Landschaftspark auf den Fotos noch einmal anders wirken.

Grün beleuchteter Kran, genannt Krokodil, im Landschaftspark Duisburg-Nord vor dem blauen Abendhimmel
Das „Krokodil“ im Landschaftspark: Seine langgestreckte Form und das grüne Licht erinnern an das Tier.

Was dieser Ort für uns bedeutet

Hier fühlen wir uns zu Hause.

Janine und ich hatten im Landschaftspark unser erstes Date. Wir haben hier seitdem viel Zeit verbracht. Deshalb ist der LaPaDu für uns auch mehr als ein schöner Ort für Fotos.

Ich habe eine Zeit in der Schweiz gelebt und eine Zeit in Bayern. Auch darüber, nach Holland zu ziehen, habe ich mal nachgedacht. Trotzdem hat es mich immer wieder ins Rheinland und in den Ruhrpott gezogen.

Wenn ich hier oben stehe und mir die Skyline ansehe, weiß ich auch, warum. Ich fühle mich wohl. Ich kenne diesen Blick. Und ich komme immer wieder gerne her.

Das ist für mich Zuhause.

An diesem Abend waren es das warme Licht, die rostigen Anlagen und die kleinen Entdeckungen unterwegs. Eigentlich nichts, was wir vorher groß planen mussten. Einfach ein schöner Abend an einem Ort, der uns viel bedeutet.

Für euren Besuch

Mehr zum Landschaftspark.

Unser Tipp

Zeit mitbringen, langsam gehen und auch mal auf die kleinen Details zwischen den großen Anlagen achten.

Unterwegs mit Lumière Opale

Folgt unseren Spuren.

Zwischen Küstenlicht, alten Linsen, Naturmomenten und kleinen Geschichten nehmen wir euch mit hinter die Bilder.